Kolpingsfamilie Oberwesel im Mittelrheintal / zur Startseite



Presse
» Startseite

» Veranstaltungen
» Fotogalerie
» Presse
» 150. Jubiläum

» Gruppen
» Aktuelles
» Vorstand

» Mitgliedschaft
» Chronik
» Links

» Kontakt
» Impressum
Drei Bischöfe in Oberwesel

(24.07.2009) 25-jähriges Priesterjubiläum von Bischof Robert Brahm

Im Rahmen des Silbernen Priesterjubiläums des gebürtigen Oberweseler Robert Brahm trafen nun gleich drei Bischöfe am Mittelrhein aufeinander. Das festliche Pontifikalamt in der Liebfrauenkirche, das von Weihbischof Robert Brahm gemeinsam mit dem neuen Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann und dem Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn, der aus dem Bistum Trier stammt, gefeiert wurde, war ein großer Dankgottesdienst für 25 Jahre priesterlichen Wirkens.

Neben den Bischöfen hatten sich 17 weitere Geistliche als Konzelebranten eingefunden, die in erster Linie Weggefährten des Jubilars sind. Familie, Freunde und Bekannte des Bischofs und die Gemeinde von Liebfrauen und St. Martin Oberwesel nahmen großen Anteil am Jubiläumsgottesdienst. „Die glücklichsten Menschen sind nicht die, die viel haben, sondern die Menschen, die viel zu danken haben." Mit diesem Merksatz begrüßte der Jubilar die vielen hundert Menschen, die anlässlich seines 25-jährigen Priesterjubiläums am Sonntag, 12. Juli aus vielen Teilen des Bistums in die Liebfrauenkirche nach Oberwesel gekommen waren.

Weihbischof Brahm habe mit seinem Wort zu Beginn des Gottesdienstes auf den inneren Sinn seines Priesterjubiläums hingewiesen, erklärte Bischof Genn in seiner Predigt. Es gehe in erster Linie darum, Gott für seine Treue zu danken. Der Jubilar blicke voller Dankbarkeit auf die vergangenen 25 Jahre zurück, in denen er die Nähe und den Beistand Gottes immer wieder habe erfahren dürfen. Bischof Genn erinnerte dabei an den Primizspruch, den der Jubilar dem Buch des Propheten Isaias entnommen habe: „So spricht der Herr, ich bin dein Gott, der deine Rechte ergreift und zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich helfe dir." Wer für seinen Lebensweg als Priester ein solches Leitwort wählt, dass einst dem Volk Israel in einer äußersten Notsituation zugesagt wurde, der setzt nach Aussage von Bischof Genn sein ganzes Vertrauen auf die Treue Gottes. Wörtlich sagte der Bischof: „Wenn du, lieber Robert, für die Treue dankst, dann erinnerst du dich sicherlich auch ganz bewusst an das Umfeld, aus dem heraus du damals zu der Entscheidung kamst, ausgerechnet diese Zusage und Verheißung auszuwählen und sie über deinen priesterlichen Lebensweg zu stellen." Aber die Verheißung des Propheten Isaias gelte nicht nur dem Volk Israel oder einem einzelnen Priester, sondern allen, die an Gott glauben, betonte Genn. In Christus werde diese Verheißung konkret und lebendig.

Bischof Genn wünschte allen Gläubigen und besonders dem Jubilar, dass sie sich der Zusage Gottes immer gewiss sind und so für das Evangelium in der heutigen Zeit Zeugnis ablegen. Am Ende des Gottesdienstes gratulierte der Trierer Diözesanbischof Ackermann dem Jubilar im Namen des ganzen Bistums und auch persönlich zum Silbernen Priesterjubiläum. Dabei wies er auf die zahlreichen Ämter von Robert Brahm als Priester und als Weihbischof in den vergangenen 25 Jahren hin. Ein herzliches Dankeschön sagte er dem Jubilar auch für das jahrelange gemeinsame brüderliche Wirken im priesterlichen und bischöflichen Dienst im Bistum Trier.

< Robert Brahm wurde am 25. August 1956 in Oberwesel geboren. Nach seiner Priesterweihe am 14. Juli 1984 war er zunächst Kaplan in Bad Kreuznach, dann Regionaljugendpfarrer für die Region Rhein-Wied-Sieg in Neuwied und Diözesan-Jugendpräses der Kolpingjugend. 1991 wurde er Subregens (stellvertretender Leiter) des Studienhauses St. Lambert in Lantershofen. Dort war Brahm zugleich bis Ende 1998 auch Pfarrer der Pfarreien Karweiler St. Katharina und Bengen St. Lambertus. Im Jahr 2000 wechselte er in die Bistumsverwaltung, wo er zunächst Beauftragter für den Ständigen Diakonat und ab 2002 Leiter des Referates „Priester" war.

Im Dezember 2003 wurde er zum Weihbischof für das Bistum Trier ernannt und am 8. Februar 2004 im Trierer Dom zum Bischof geweiht. In der Vakanz des Trierer Bischofsstuhls hatte er als Diözesanadministrator von Februar 2008 bis April 2009 das Bistum geleitet. Bischof Ackermann bestätigte ihn im Mai dieses Jahres in seinem früheren Amt als Bischofsvikar für den Visitationsbezirk Saarbrücken.

Selbstverständlich waren auch das Kolpingbanner, die Standarte des Blasorchesters der Kolpingsfamilie und das DJK-Banner mit von der Partie. Und der örtliche Vorsitzende Marius Stiehl und der Kolping-Gebietsvorsitzende Peter D’Avis gratulierten ihrem Weihbischof im Namen aller Kolpinger. Robert Brahm ist Mitglied der Kolpingsfamilie Oberwesel und war einige Jahre nebenamtlich Diözesanjugendpräses der Kolpingjugend. Während seiner Zeit als Subregens in dem überdiözesanen Studienhaus St. Lambert in Lantershofen bei Bad Neuenahr-Ahrweiler war er zudem von 1994 bis 2000 Bezirkspräses im Bezirk Rhein-Ahr.