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Nachkriegspolitiker und Ehrenbürger von Oberwesel feierte 95. Geburtstag

(21.07.2010) Johann Peter Josten ist Einziger noch lebender ehemaliger Landtagsabgeordneter von 1947

1946 hob er mit Gleichgesinnten bei einer Büchse Wurst in Oberwesel die CDU aus der Taufe. Ein Jahr später saß er im ersten rheinland-pfälzischen Landtag und beim Misstrauensvotum gegen Willy Brandt pochte er 1972 im Präsidium des Bundestages auf Neuauszählung der Stimmen. In Frack und Zylinder empfing er als Bürgermeister von Oberwesel Nancy Reagan am Rheinufer. Als führender Kolpinger gründete er 1951 die internationale Jugendbegegungsstätte auf der Schönburg und auch als Vorsitzender des Entwicklungshilfeausschusses des Bundestages war er in Sachen Völkerverständigung überall in der Welt für Deutschlands Friedensmission unterwegs.
Er bemühte sich als Vorsitzender des Verbandes der Heimkehrer um deren vielfältigen Probleme im Nachkriegs-Deutschland.
Johann Peter Josten, der zahlreiche Orden und Auszeichnungen erhielt und in seiner Heimatstadt durch die Verleihung der Ehrenbürgerschaft in  Oberwesel gewürdigt wurde, wurde jetzt 95 Jahre alt.
Gemeinsam eingeladen hatten die Stadt Oberwesel und der Verein Internationale Jugendburg auf Schönburg, dessen Ehrenvorsitzender Josten seit dem Jahre 2000 ist.

„Die Oberweseler können stolz darauf sein, einen solch herausragenden Mitbürger in ihren Reihen zu haben, der ein erhebliches Stück am Frieden für Deutschland mit gebaut hat,“ so Michael Brahm, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Internationale Jugendburg Kolpinghaus auf Schönburg, bei der Begrüßung am Geburtstagsempfang in Oberwesel. In Vertretung von Bürgermeister Jürgen Port gratulierte Beigeordneter Andreas Schmelzeisen für Stadt und Verbandsgemeinde und lobte den Einsatz Jostens für die ersten Schritte zum Heimatmuseum - dem heutigen Kulturhaus. Landrat Bertram Fleck würdigte das herausragende Engagement für das Allgemeinwohl und Landtagsabgeordneter Hans-Josef Bracht gratulierte für die CDU Deutschland und Rheinland-Pfalz und erwähnte, dass Johann Peter Josten, noch der einzige lebende Landtagsabgeordnete vom ersten rheinland-pfälzischen Landtag von 1947 ist. Auch Pastor Bernhard Jakobs gratulierte und dankte.
Neben Familienmitglieder, Stadtrat und Kolpingvertreter waren auch zahlreiche Weggefährten Jostens gekommen, so auch der Innenminister a. D.  des Landes, Heinz Schwarz und der ehemalige Geschäftsführer des Internationalen Kolpingwerkes Hans Schottenhammer.
Die Feier im Cafe Loreley der Oberweseler Klinik und des Seniorenzentrums wurde musikalisch durch Alicia Brahm an der Querflöte mitgestaltet.
Heute lebt der Jubilar seit Eröffnung im Oberweseler Seniorenzentrum zurückgezogen und erinnert sich gelegentlich mit Freunden und Besuchern an die vergangene bewegte Zeit.