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Kreuzeinweihung Vogelsnack

(15.04.2017) Neues Kreuz auf Vogelsnack feierlich eingewiehen

In einer Feierstunde  wurde das neue Kreuz auf Vogelsnack hoch über dem Niederbachtal eingeweiht. Vorsitzender Marius Stiehl konnte eine stattliche Anzahl Besucher vor Ort begrüßen, darunter die Ortsbürgermeister Hermann-Josef Klockner (Niederburg) und  Christian Stahl (Damscheid) sowie Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft Oberwesel. Diese hatte zu diesem Ereignis zu einer Kreuzwegwanderung eingeladen. Stiehl dankte allen Helfern und Spendern die es ermöglichten, das 3,30 m hohe Holzkreuz zu fertigen und auf dem Felssporn aufzustellen. Nachdem die Teilnehmer aus Damscheid, Niederburg und Oberwesel am Fuße des „Gipfels“ eingetroffen waren, sprach Gemeindereferent Friedhelm Wessling die Fürbitten. Pastor Manfred Weber segnete sodann das neue Kreuz.
Über die 80jährige Geschichte des Vogelsnackkreuzes sowie die Entstehung der Gipfelkreuze berichtete Werner Klockner. Schon die Römer, so der begeisterte Bergsteiger, hätten auf den höchsten Punkten der Straßen den Passheiligen Opfer dargebracht. Vereinzelt wurden dann im Mittelalter Kreuze auf Gipfeln errichtet. Erst mit dem aufstrebenden Alpinismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden vermehrt Kreuze aufgestellt, so 1871 das Zugspitzkreuz. Das Gipfelkreuz sei mehr als ein bloßes christliches Symbol. Mit ihm verbinde man vielmehr eine Stelle mit etwas „Besonderem“. Wie das Kreuz auf Vogelsnack, so wurden nach dem 2. Weltkrieg viele Kreuze aus Dankbarkeit aufgestellt. Es waren Oberweseler Kolpingssöhne, die 1946 das Kreuz errichteten, nach dem das erste, vor dem Krieg aufgestellte Birkenkreuz zerstört war.  Klockner sprach die Hoffnung aus, dass das Gipfelkreuz auf Vogelsnack ein Zeichen des Friedens sein möge und dem Wanderer die Augen öffne für Gottes schöne Welt.
Mit dem Lobgesang „Großer Gott wir loben Dich“, intoniert vom Blasorchester der Kolpingsfamilie unter Leitung von Martin Escher, schloss die bewegende Feierstunde.
Bei einem Glas Wein und Stück Fleischwurst tauschte man so manche Erinnerung aus. So konnten Lucie Wißkirchen und Erich Lanius, von der begeisterten Kreuzaufstellung 1946 erzählen, der mehr als 80 Jugendliche aus Oberwesel, Bacharach, St. Goar, Kaub und Boppard in einem Zeltlager am Fuß des Vogelsnack beiwohnten. 

Hoch über dem Niederbachtal steht auf dem „Vogelsnack“ das jetzt eingeweihte neue Kreuz.  Foto: Werner Klockner