Kolpingsfamilie Oberwesel im Mittelrheintal / zur Startseite



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Neues Kreuz auf dem Vogelsnack

(26.03.2017) Einweihung am 7. April mit einem Kreuzweg der Pfarreiengemeinschaft Oberwesel

Während die meisten Alpengipfel ein Kreuz ziert, ist dies in unseren Breiten nur selten der Fall. Doch seit fast 80 Jahren steht hoch über dem Niederbachtal auf dem 340 m hohen Vogelsnack im Niederburger Hochwald ein Gipfelkreuz. Wie die benachbarten Spitzen- und Hohenstein sowie Großmördersnack gehört der Vogelsnack zu einer vor 250 Mio. Jahren entstandenen quarzitischen Sandsteinader. Die Geschichte dieses besonderen Gipfelkreuzes ist eng mit der Kolpingsfamilie Oberwesel verbunden. Ein Blick in die Chronik der Kolpingsfamilie zeigt die wechselvolle Geschichte.
Angefangen hatte es Ende der 1930er Jahre, als junge Oberweseler Kolpingssöhne vor ihrem Kriegseinsatz ein Birkenkreuz auf dem 25 m hohen Felsen errichteten. Ein Jahr nach Ende des Krieges wurde das durch mutwilligen Frevel zerstörte Kreuz durch ein 4,50 m hohes Eichenkreuz ersetzt. Wiederum war es die Kolpingsfamilie unter ihrem Senior Rudolf Becker und die kath. Jugend Oberwesel unter Leitung von Edmund Lahnert, die die Initiative ergriffen. Am 9. August 1946 zogen mehr als 80 Jugendliche aus Oberwesel, Boppard, St. Goar, Bacharach und Kaub ins Niederbachtal und schlugen dort ein Zeltlager auf. Während die Jugendlichen und viele Erwachsene im Tal das Lied „O du hochheilig Kreuz“ anstimmten, hob sich gleichzeitig auf dem schroffen Gipfel das Kreuz empor (so der Chronist).
Nachdem ein Blitzschlag 20 Jahre später das Kreuz zerstörte, war es erneut die Kolpingsfamilie unter ihrem Senior Werner Klockner, einem begeisterten Bergsteiger, die sich verpflichtet fühlte, ein neues Kreuz zu errichten. „Damit wurde eine durch den Glauben mit dem Gefühl der Zusammengehörigkeit gekennzeichnete Tradition fortgesetzt“, so die Rhein-Zeitung in ihrem Bericht vom 13.10.1968. Während im Tal an der Kunobrücke das Kolping-Blasorchester unter Leitung des unvergessenen Gerhard Meyer den Choral „Die Himmel rühmen“ intonierte, wurde das neue Kreuz mit der Inschrift „Christus unsere Hoffnung“ auf dem Felssporn aufgerichtet.
1992 wurde das Kreuz von DJK-Sportlern und Niederburger Sportfreunden generalüberholt. Vor allem die Niederburger „Knacker“ um Heinz Retzmann kümmern sich um die Erhaltung und Sicherung des Kreuzes.
All diese Erhaltungsarbeiten konnten nicht verhindern, dass Wind und Wetter das Kreuz instabil machten. Der Vorstand der Kolpingsfamilie unter ihrem Vorsitzenden Marius Stiehl war wieder am Zuge. Die „Knacker“ entfernten inzwischen das alte Kreuz und Dank Holzspenden von Josef Boos und Stefan Jäckel konnten Stefan Jäckel, Richard und Marius Stiehl das neue Kreuz zimmern. Das Einschnitzen der Kreuzschrift „Christus unsere Hoffnung“ übernahm Rudolf Silbernagel und die Blechabdeckungen besorgte Frank Lenz.
Die Einweihung des neuen Kreuzes findet am Freitag, 7. April statt. Hierzu organisiert die Pfarreiengemeinschaft Oberwesel einen Kreuzweg zum Vogelsnack. Die Teilnehmer treffen sich um 16 Uhr in den Kirchen Wiebelsheim, Damscheid, Niederburg und St. Martin Oberwesel zum Marsch auf Vogelsnack. Unter Mitwirkung des Blasorchesters der Kolpingsfamilie Oberwesel wird um 18 Uhr das neue Kreuz eingeweiht. Im Anschluss lädt die Pfarreiengemeinschaft zu einer Agape ein. Rückfahrmöglichkeit besteht ab 19.30 Uhr.

 

 

Jugendliche klettern nach der Aufstellung des Kreuzes am 9. August 1946 auf den Felsgipfel Vogelsnack. Foto: Kolping-Archiv