Kolpingsfamilie Oberwesel im Mittelrheintal / zur Startseite



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Kolpingsfamilie spirituell unterwegs

(03.10.2014) Familienwallfahrt zu Straße, Schiene, Wasser, Luft

Pilgernd auf Schienen, Straßen, zu Wasser und durch die Luft bewegten sich rund 50 Familienmitglieder der Kolpingsfamilie Oberwesel am Tag der Deutschen Einheit von Oberwesel nach Marienthal. Auch dieses Programmangebot war eigens wegen des 150jährigen Jubiläums ausgearbeitet.

Bereits am frühen Morgen startete die Gruppe, nach einer ersten Statio im Vikariegarten bei Liebfrauen, mit der Bahn bis Bingen. Nach dem Übersetzen des Rheins mit der Personenfähre nach Rüdesheim, begab sich die Gruppe an die Liftstation zum Niederwald-Denkmal. Oben angelangt ging es durch die reifen Weinbergs-Wege des Rheingaus nach Eibingen zur dortigen Benediktinerinnenabtei St. Hildegard.

Die Oberweseler Wallfahrtsgruppe vor der Eibinger Hildegardiskirche. Foto: Winfried Prämassing

Hier war, nach Besichtigung des frisch eröffneten neuen Klosterladens und einer Brotzeit, die zweite Statio in der Abteikirche obligatorisch. Im Konvent leben aktuell 50 Schwestern, die drei jüngsten sind 33 Jahre alt und die älteste Schwester ist 93.Gestärkt ging es weiter nach Nothgottes, hier erwartete Pastor Christoph Bretz die Familiengruppe, mit der er gemeinsam Gottesdienst feierte.

Seit kurzem leben in dem ehemaligen Kloster und Bildungshaus des Bistums Limburg sechs Zisterzienser aus Vietnam, die hier einen Mönchskonvent gründeten. Im kommenden Jahr werden weitere sechs Mönche in Nothgottes erwartet. Nothgottes ist übrigens auch das jährliche Ziel einer Wallfahrer-Gruppe, die seit vielen Jahrhunderten von Kruft aus mit Station in Oberwesel nach Nothgottes pilgert.

Der Fußweg führte nach dem Gottesdienst weiter zum Ziel nach Marienthal. Dort angelangt hielt die Gruppe eine Abschluss-Statio in der Pilgerkirche. Das Kloster Marienthal ist eine der ältesten Wallfahrtsorte von Deutschland. Über die Entstehung ist Folgendes bekannt: Im Jahr 1309 kam der erste Wallfahrer nach Marienthal, kniete vor dem Marienbilde nieder und bat die Mutter des Herrn um Hilfe. Er hatte das Augenlicht verloren, keiner konnte ihm helfen.

Als er vor dem Marienbild niederkniete, wurde er erhört und konnte sehen. Diese Heilung veranlasste den Junker Hans Schaffrait 1313 eine Kapelle zu bauen, in welche das Marienbild übertragen wurde. Da sich immer neue wundersame Heilungen ereigneten, kamen immer mehr Menschen, sodass 1326 mit dem Bau der Kirche begonnen wurde.

Nach einer ausgiebigen Kaffeepause traten die Wallfahrer mit dem Bus die Heimreise nach Oberwesel an.