Kolpingsfamilie auch in diesem Jahr wieder bei Tal-toTal dabei

Roadshow zum Thema Integration von Geflüchteten zu Besuch in Oberwesel im Rahmen von Tal total

Von Berlin bis zur Schweizer Grenze, vom Raum Bremen bis nach München: In auffällig leuchtendem Orange tourt das Infomobil der Kolping Roadshow derzeit quer durch Deutschland und macht demnächst auch Station in Oberwesel.
Wie sensibilisieren wir für die Belange von Geflüchteten und tragen zu ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz bei? Mit dieser Leitfrage ist die Roadshow im Land unterwegs, um möglichst viele Menschen direkt vor Ort auf die Thematik aufmerksam zu machen.
Am Sonntag, 25.06.2017 ist das Infomobil in Oberwesel in aus Anlass Tal total zu Gast. Es wird in den Rheinanlagen stehen und von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr besuchbar sein. Dabei hält es für jede Altersgruppe konkrete Angebote bereit: Spiel- und Mitmachaktionen, Texttafeln, multimediale Elemente und Methoden zur Aneignung von Hintergrundwissen über Flucht, Migration und Integration. Es zeigt Beispiele aus der Arbeit mit Geflüchteten, erzählt von gelungener Integration und macht Lust auf mehr. Das Infomobil wird von einer Fachkraft begleitet, die für Fragen rund um die Thematik zur Verfügung steht. Zusätzlich ist als Rahmenprogramm Kaffee- und Kuchenverkauf zu Gunsten der Aktivitäten des Kolping-Förderverein Krankenhaus & Seniorenzentrum und von 15:00 bis 16:30 Uhr wartet dann das Kolping Blasorchester mit einem Platzkonzert dort auf.
Um den Einsatz der Roadshow nachhaltig zu gestalten, findet am Samstag, 24.06.2017 um 16:00 Uhr in Oberwesel im Cafe Global, Liebfrauenstraße 42 eine kurze Schulung für künftige Multiplikatoren und alle Interessierte statt.
Das Kolping Infomobil ist unter der Schirmherrschaft des Kolping Netzwerks für Geflüchtete unterwegs. Die Aktion wird unterstützt und gefördert vom Kolpingwerk Deutschland, dem Verband der Kolpinghäuser und dem Verband der Kolping-Bildungsunternehmen sowie kofinanziert aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union.

Unter dem Stichwort „Kolping integriert“ will das Kolpingwerk Deutschland zusammen mit dem Verband der Kolpinghäuser und dem Verband der Kolping-Bildungsunternehmen Angebote für die Arbeit mit Geflüchteten schaffen. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, Geflüchtete – insbesondere unbegleitete Minderjährige – in den vier Säulen Wohnen, Begleiten, Bilden und Zusammenleben zu unterstützen. Das ist nicht nur eine große Aufgabe, sondern ganz sicher auch zwingende Notwendigkeit für die Zukunft Deutschlands. Um Geflüchteten das Ankommen und damit die Integration zu ermöglichen, ist schnelle und konkrete Unterstützung unbedingt notwendig. Nur gute Sprachfertigkeit, kulturelle Kompetenz, berufliche Qualifikation und menschengerechtes Wohnen ermöglichen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in ihrer neuen Heimat. Die über 2.500 Kolpingsfamilien, über 170 Kolpinghäuser und mehr als 225 regionalen Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland bieten vielfältige Möglichkeiten, um Geflüchteten eine nachhaltige Integration zu ermöglichen.

Schnupperprobe für alle Musikbegeisterten !

Magst du Musik und möchtest gerne selbst musizieren?
 
Du wolltest schon immer mal ein Instrument lernen oder ausprobieren?
 
Wenn das auf dich zutrifft, dann komm am Mittwoch den 21.Juni um 19.00Uhr in den kleinen Saal des Jugendheims in Oberwesel zu unserer Schnupperprobe. Lerne unser Jugendorchester kennnen, probiere Instrumente aus und erfahre mehr über die Ausbildung bei uns.
 
Weitere Informationen zu uns und unseren Ausbildungsmöglichkeiten findet ihr auf www.blasorchester-oberwesel.de/ausbildung
 
 
Wir freuen uns auf euer Kommen!!!

Maigang zur Schönburg

Alljährlicher Maigang der Kolpingsfamilie am Donnerstag, den 4.Mai.2017

Seit Jahren ist der Maigang zur Schönburg fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Kolpingsfamilie Oberwesel. In diesem Jahr findet der Maigang am Donnerstag, 4. Mai 2017, statt. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr am Adolph-Kolping-Platz. Von dort aus wird zur Schönburg gewandert, um gegen 19.00 Uhr die gemeinsame Maiandacht in der Kapelle der Schönburg zu feiern. Anschließend findet der alljährliche Maigang einen gemütlichen Ausklang bei einem gemeinsamen Abendessen im Kolpinghaus. Um eine Anmeldung unter Tel. 06744-405 (Di-So 10-18 Uhr) oder via Mail an info@schoenburg.eu wird gebeten. Alle Mitglieder der Kolpingsfamilie und Interessierte sind mit ihren Familien und Freunden recht herzlich eingeladen.

Kreuzeinweihung Vogelsnack

Neues Kreuz auf Vogelsnack feierlich eingewiehen

In einer Feierstunde  wurde das neue Kreuz auf Vogelsnack hoch über dem Niederbachtal eingeweiht. Vorsitzender Marius Stiehl konnte eine stattliche Anzahl Besucher vor Ort begrüßen, darunter die Ortsbürgermeister Hermann-Josef Klockner (Niederburg) und  Christian Stahl (Damscheid) sowie Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft Oberwesel. Diese hatte zu diesem Ereignis zu einer Kreuzwegwanderung eingeladen. Stiehl dankte allen Helfern und Spendern die es ermöglichten, das 3,30 m hohe Holzkreuz zu fertigen und auf dem Felssporn aufzustellen. Nachdem die Teilnehmer aus Damscheid, Niederburg und Oberwesel am Fuße des „Gipfels“ eingetroffen waren, sprach Gemeindereferent Friedhelm Wessling die Fürbitten. Pastor Manfred Weber segnete sodann das neue Kreuz.
Über die 80jährige Geschichte des Vogelsnackkreuzes sowie die Entstehung der Gipfelkreuze berichtete Werner Klockner. Schon die Römer, so der begeisterte Bergsteiger, hätten auf den höchsten Punkten der Straßen den Passheiligen Opfer dargebracht. Vereinzelt wurden dann im Mittelalter Kreuze auf Gipfeln errichtet. Erst mit dem aufstrebenden Alpinismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden vermehrt Kreuze aufgestellt, so 1871 das Zugspitzkreuz. Das Gipfelkreuz sei mehr als ein bloßes christliches Symbol. Mit ihm verbinde man vielmehr eine Stelle mit etwas „Besonderem“. Wie das Kreuz auf Vogelsnack, so wurden nach dem 2. Weltkrieg viele Kreuze aus Dankbarkeit aufgestellt. Es waren Oberweseler Kolpingssöhne, die 1946 das Kreuz errichteten, nach dem das erste, vor dem Krieg aufgestellte Birkenkreuz zerstört war.  Klockner sprach die Hoffnung aus, dass das Gipfelkreuz auf Vogelsnack ein Zeichen des Friedens sein möge und dem Wanderer die Augen öffne für Gottes schöne Welt.
Mit dem Lobgesang „Großer Gott wir loben Dich“, intoniert vom Blasorchester der Kolpingsfamilie unter Leitung von Martin Escher, schloss die bewegende Feierstunde.
Bei einem Glas Wein und Stück Fleischwurst tauschte man so manche Erinnerung aus. So konnten Lucie Wißkirchen und Erich Lanius, von der begeisterten Kreuzaufstellung 1946 erzählen, der mehr als 80 Jugendliche aus Oberwesel, Bacharach, St. Goar, Kaub und Boppard in einem Zeltlager am Fuß des Vogelsnack beiwohnten. 

Foto: Werner Klockner

Briefmarkenaktion des Kolpingwerkes

Kolpingsfamilie Oberwesel seit Jahren aktiver Bestandteil der Briefmarkenaktion

Sammeln ist für viele Menschen eine Leidenschaft. Einige Menschen sammeln Bierdeckel, andere Münzen, Steine oder gar Kronkorken. Nur legt das Kolpingwerk das Gesammelte nicht in den eigenen Schrank, sondern verwandeln es in „Hilfe zur Selbsthilfe“, so Projektleiter Hermann- Josef  Bappert. Bei Kolping hat das Sammeln Tradition, so der Verantwortliche. Neben den Briefmarken werden Brillen, Handys oder auch Schuhe gesammelt. Die Rohstoffe der Hilfe können also ganz unterschiedlich sein. Das Sammeln von Briefmarken und der Erlös daraus ist über die Jahre eine feste Säule des Engagements für die Menschen in der Ferne geworden.
Und diese Tradition hat im vergangenen Jahr 2016 ein neues Rekordhoch erreicht. Mit 19.718 € konnten wir durch die Briefmarkenaktion mehr erlösen als jemals zuvor in der Geschichte der Aktion. Es ist ein großartiger gemeinsamer Kolpingerfolg, so Bappert weiter, der deutschlandweit erzielt wurde. Kolping dankt allen, die mit Leidenschaft wieder Briefmarken gesammelt und abgegeben haben. Jeden Monat kommt so unter anderem in Oberwesel eine stattliche Anzahl von Briefmarken zusammen, die zum internationalen Kolpingwerk nach Köln weitergeleitet werden.
Durch die effiziente Kolpingarbeit von „Kolping International“ werden in Afrika, Asien und Lateinamerika Verbände aufgebaut, in denen Menschen Unterstützung bei der Entwicklung ihrer eigenen Potentiale erhalten. Junge Menschen aus unteren Kasten erhalten z. B. im Jahr ein Stipendium. Sie werden zu Schreinern, Mechanikern, Elektrikern, im EDV-Bereich oder in der Krankenpflege ausgebildet. Marius Stiehl, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Oberwesel ist froh, dass gerade in Oberwesel immer wieder die Kolpinggemeinschaft auf diesem Weg ihren Beitrag zur Entwicklungsarbeit in der dritten Welt leistet.
Weitere Infos zur Aktion erhalten sie im Internet unter www.kolpingsfamilie-oberwesel.de oder über in der St. Martinskirche, Liebfrauenkirche oder Mutter-Rosa-Kapelle ausgelegten Flyer. Die Briefmarkenspenden können weiterhin in die Sammelbox in der St. Martinskirche eingeworfen werden.
Es gibt aber auch noch viele Jugendliche die auf unsere Hilfe warten, so Hermann Josef  Bappert. Deshalb seine Bitte, weiter sammeln und die Aktion somit auch im 16. Jahr am Leben erhalten, denn nur so kann die Not unserer Freunde in der Ferne ein wenig gelindert werden.

Das neue Kreuz steht auf Vogelsnack

Aufstellung des neuen Kreuzes auf Vogelsnack am 1.April.2017

 

Dank guter Vorbereitungen der Kolpingsfamilie konnte am Samstag, 01.04.2017, auf dem Vogelsnack das neue Kreuz ohne Komplikationen aufgestellt werden. Hierzu hatte Stefan Jäckel ein Gerüst auf dem Gipfel installiert, über das das zentnerschwere Holzkreuz mittels Flaschenzug langsam an der Südwand hochgezogen wurde. Im steilen Fels, immerhin Schwierigkeitsgrad II, sorgten Erwin Friesenhan und Markus Hartmann dafür, dass sich das Kreuz nicht verkannten konnte. Hierbei stellten die beiden Höhenretter aus Niederburg ihr Können unter Beweis und zeigten, dass sie nicht nur Menschen aus brenzligen Situationen befreien können. Stefan Weber und Patrik Loosen sorgten mit Muskelkraft für das Hochziehen.
Nach gut einer Stunde konnte das 3,30 Meter große Kreuz schließlich in die Verankerung gehievt werden. Nun war es nur noch „Formsache“, die Stahlseile und Verankerungen zu verschrauben.
Ortsbürgermeister Hermann-Josef Klockner von der Gemeinde Niederburg, auf deren „Hoheitsgebiet“ der Vogelsnack liegt, überzeugte sich vom reibungslosen Aufstellen, wozu wohl auch ein Frühstück der Gemeinde Niederburg beigetragen hatte. Vorsitzender Marius Stiehl dankte nach der geglückten Aktion allen Helfern für ihren Einsatz und freute sich auf die Einweihungsfeier am Freitag, 7. April 2017.
Hierzu organisiert die Pfarreiengemeinschaft Oberwesel eine Kreuzweg-wanderung zum Vogelsnack. Die Teilnehmer treffen sich um 16 Uhr in den Kirchen Wiebelsheim, Damscheid, Niederburg und St. Martin Oberwesel. Unter Mitwirkung des Blasorchesters der Kolpingsfamilie wird um 18 Uhr das neue Kreuz eingeweiht. Im Anschluss lädt die Pfarreiengemeinschaft zu einer Agape ein. Eine Rückfahrmöglichkeit besteht ab 19.30 Uhr.

 

Gute Teamarbeit und technisches Können waren der Garant für das reibungslose Aufstellen des neuen Kreuzes. Foto Werner Klockner

Neues Kreuz auf dem Vogelsnack

Einweihung am 7. April mit einem Kreuzweg der Pfarreiengemeinschaft Oberwesel

Während die meisten Alpengipfel ein Kreuz ziert, ist dies in unseren Breiten nur selten der Fall. Doch seit fast 80 Jahren steht hoch über dem Niederbachtal auf dem 340 m hohen Vogelsnack im Niederburger Hochwald ein Gipfelkreuz. Wie die benachbarten Spitzen- und Hohenstein sowie Großmördersnack gehört der Vogelsnack zu einer vor 250 Mio. Jahren entstandenen quarzitischen Sandsteinader. Die Geschichte dieses besonderen Gipfelkreuzes ist eng mit der Kolpingsfamilie Oberwesel verbunden. Ein Blick in die Chronik der Kolpingsfamilie zeigt die wechselvolle Geschichte.
Angefangen hatte es Ende der 1930er Jahre, als junge Oberweseler Kolpingssöhne vor ihrem Kriegseinsatz ein Birkenkreuz auf dem 25 m hohen Felsen errichteten. Ein Jahr nach Ende des Krieges wurde das durch mutwilligen Frevel zerstörte Kreuz durch ein 4,50 m hohes Eichenkreuz ersetzt. Wiederum war es die Kolpingsfamilie unter ihrem Senior Rudolf Becker und die kath. Jugend Oberwesel unter Leitung von Edmund Lahnert, die die Initiative ergriffen. Am 9. August 1946 zogen mehr als 80 Jugendliche aus Oberwesel, Boppard, St. Goar, Bacharach und Kaub ins Niederbachtal und schlugen dort ein Zeltlager auf. Während die Jugendlichen und viele Erwachsene im Tal das Lied „O du hochheilig Kreuz“ anstimmten, hob sich gleichzeitig auf dem schroffen Gipfel das Kreuz empor (so der Chronist).
Nachdem ein Blitzschlag 20 Jahre später das Kreuz zerstörte, war es erneut die Kolpingsfamilie unter ihrem Senior Werner Klockner, einem begeisterten Bergsteiger, die sich verpflichtet fühlte, ein neues Kreuz zu errichten. „Damit wurde eine durch den Glauben mit dem Gefühl der Zusammengehörigkeit gekennzeichnete Tradition fortgesetzt“, so die Rhein-Zeitung in ihrem Bericht vom 13.10.1968. Während im Tal an der Kunobrücke das Kolping-Blasorchester unter Leitung des unvergessenen Gerhard Meyer den Choral „Die Himmel rühmen“ intonierte, wurde das neue Kreuz mit der Inschrift „Christus unsere Hoffnung“ auf dem Felssporn aufgerichtet.
1992 wurde das Kreuz von DJK-Sportlern und Niederburger Sportfreunden generalüberholt. Vor allem die Niederburger „Knacker“ um Heinz Retzmann kümmern sich um die Erhaltung und Sicherung des Kreuzes.
All diese Erhaltungsarbeiten konnten nicht verhindern, dass Wind und Wetter das Kreuz instabil machten. Der Vorstand der Kolpingsfamilie unter ihrem Vorsitzenden Marius Stiehl war wieder am Zuge. Die „Knacker“ entfernten inzwischen das alte Kreuz und Dank Holzspenden von Josef Boos und Stefan Jäckel konnten Stefan Jäckel, Richard und Marius Stiehl das neue Kreuz zimmern. Das Einschnitzen der Kreuzschrift „Christus unsere Hoffnung“ übernahm Rudolf Silbernagel und die Blechabdeckungen besorgte Frank Lenz.
Die Einweihung des neuen Kreuzes findet am Freitag, 7. April statt. Hierzu organisiert die Pfarreiengemeinschaft Oberwesel einen Kreuzweg zum Vogelsnack. Die Teilnehmer treffen sich um 16 Uhr in den Kirchen Wiebelsheim, Damscheid, Niederburg und St. Martin Oberwesel zum Marsch auf Vogelsnack. Unter Mitwirkung des Blasorchesters der Kolpingsfamilie Oberwesel wird um 18 Uhr das neue Kreuz eingeweiht. Im Anschluss lädt die Pfarreiengemeinschaft zu einer Agape ein. Rückfahrmöglichkeit besteht ab 19.30 Uhr.

 

Jugendliche klettern nach der Aufstellung des Kreuzes am 9. August 1946 auf den Felsgipfel Vogelsnack.

Foto: Kolping-Archiv